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zum Astro Physics Starfire EDF 155mm auf GTO 900

Lieber Herr Baader, lieber Herr Rietze,
Ich besitze seit über einem Jahr einen Starfire EDF 155 von Ihnen und freue mich immer wieder an der hervorragenden Optik. Nebst der visuellen Beobachtung mache ich zwischendurch auch Aufnahmen mit unterschiedlichen Techniken (Foto, CCD, Webcam). Einige Beispiele der Leistungsfähigkeit dieses Refraktors stelle ich Ihnen zur Verfügung. Sie dürfen meine Aufnahmen gerne in beliebiger Form weiter verwenden.
Freundliche Grüsse

Thomas Hugentobler/Bolligen, Schweiz

Nordamerikanebel

EDF 155 mit Reducer F/5.4
30 Minuten auf EliteChrome 200 Diafilm KB-Format
Montierung AP 900GTO
Standort Gurnigel auf 1600m

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Jupiter mit Kallisto-Mondschatten
am 25. März 2003
EDF 155 mit AP-Barlow, Montierung AP 400GTO
Webcam Philips ToUcam pro, Summe von 20 Einzelbildern
Standort Gurnigel auf 1600m

Mars
am 22. Juni 2003, scheinbarer Durchmesser 15.2"
EDF 155 mit AP-Barlow, Montierung AP 900GTO
Webcam Philips ToUcam pro, Summe von ca. 300 Einzelbildern
Standort Habstetten/Bolligen 640m
Rosettennebel

EDF 155 mit Reducer F/5.4
41 Minuten auf EliteChrome 200 Diafilm KB-Format
Montierung AP 900GTO
Standort Gurnigel auf 1600m

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Montierung 600E von Astro Physics und Starfire 155 / f7,1

Sehr geehrter Herr Baader,
am Anfang meiner himmlischen Beziehungen standen ein Zeiss-Fernglas 6x30, das ich als Kind besaß, und der Refraktor, und zwar das vertikale Sonnenteleskop des Observatoriums auf der Kanzelhöhe, wo ich den entscheidenden Funken übertragen bekam. Das war vor mehr als 40 Jahren. Dann kam mein erstes eigenes Linsenfernrohr, es war winzig, öffnete mir aber vom Großstadtfensterbrett eine neue Welt. Während der Studentenzeit hatte es schon eine Öffnung von 60mm und eine höchst simple parallaktische Montierung. Dies alles auf drei wackeligen Holzbeinen. Aber durch abenteuerliches Improvisieren gelangen händisch nachgeführte Langzeitbelichtungen sowie scharfe Bilder vom Merkurdurchgang im Mai 1970.
Dann der große Sprung: der berühmte Manfred Wachter baute mir einen 5-Zöller mit halbapochromatischer Lichtenknecker-Optik 1:12. Die schwere Montierung hatte bereits einen Synchronmotor, also eine richtige Nachführung. Das war vor 31 Jahren. Und bis zum Herbst 2001 habe ich damit unzählige faszinierende Stunden erlebt. Da das Instrument eigentlich nicht mehr transportabel war, wurde es bald in einer Klappdachhütte aufgestellt, einer bis heute funktionierenden Konstruktion kluger Zimmerleute. Beobachtungsobjekte waren neben den klassischen Zielen für einen Refraktor immer wieder Veränderliche, obwohl man mir riet, dafür doch mit größerer Öffnung, also mit einer Spiegeloptik zu arbeiten. Parallel dazu konnte ich an der Uni-Sternwarte in Wien mit dem Großen (27") und dem Alvan Clark-Refraktor (12") beobachten - schon wieder Linsenfernrohre. Der Gründer des dort tätigen Amateurteams, Gerhard Klement, meinte zu mir: "Du wirst immer wieder beim Refraktor landen..." Nun, ich kaufte mir ein C8, weil die Steuerung meiner Refraktormontierung für den Einsatz des mittlerweile erstandenen Photometers zu unpräzise war. Fürs visuelle Beobachten stieg ich dennoch lieber in die Hütte zu meinem Zweilinser.

Freilich träumte ich längst von einem Refraktor mit größerer Öffnung, der zumindest in Grenzen transportierbar wäre und auch in meine Hütte passen müßte, weil ja mittlerweile "schnellere" Öffnungsverhältnisse üblich geworden waren. Wenn überhaupt, dann müßte es - das feinste auf dem Markt sein. Zeiss hatte die Produktion nach kurzer Blüte bald eingestellt, Reststücke oder gar nur Objektive waren extrem teuer. Was also wäre mit Roland Christens legendären Optiken ? Thomas Baader verwies zunächst auf die enormen Lieferzeiten, doch war dann durch einen Glücksfall ein Kauf möglich - Wartezeit: etwa 6 bis 12 Monate. Gut, ich fuhr zu ihm, und wir waren schnell einig. Die 600-er Montierung, das Bino, der FFC, das große Prisma, das Baader-Stativ etc. etc. - alles fein aufgeschrieben und jederzeit zu haben - bis auf den Refraktor. Die Zeit vom Herbst 2000 bis zum Herbst 2001 stellte meine Geduld auf eine harte Probe. Ich kaufte das Bino und lernte damit umzugehen am C8 und an meinem 4"-Fluorit- Apo (ach ja, schon wieder ein Refraktor). Dann, Anfang November 2001 der Anruf, warum ich denn meinen Starfire nicht abholen käme - es sollte 3 weitere qualvolle Wochen dauern, bis ich von Wien loskam.

Schließlich trug ich ihn wie ein Baby in seinem Kasten behutsam zum Auto, die Montierung dazu und ein letztes Exemplar der wunderschönen Zeiss-Säule, die in der Baader-Werkstatt mit großer Umsicht für die Maße meiner Sternwarte gekürzt worden war - und das anläßlich des Abholens unter extremem Zeitdruck. Die Erfüllung der eigentlichen Refraktor-Liebes-Geschichte wurde zunächst durch das Wetter vereitelt. Aber dann, first light: Mond im Bino hinter Wolken, aber leidlich ruhig. Der vertraute Jupiter, schlagartig als neuer Anblick - nahezu vergleichbar mit jenem im 12"-Refraktor der Uni. Dann mehrere weniger enthusiastische Abende, an denen es galt, mit all dem Neuen umgehen zu lernen. Die Montierung mit ihren genauen GOTO-Funktionen bereitete mir zunächst einige Schwierigkeiten, doch dann gelang mir mit Hilfe des calibration mode sehr bald die präzise Aufstellung (ich hatte Glück und konnte mir das zeitraubende "Scheinern" ersparen). Heute sind die Sterne im Photometer oder im CCD-Bild wie angenagelt, und die Positionierung des Teleskops ist kein Problem, seitdem ich alle Kabel verstaut und begriffen hatte, daß man die Klemmen am besten nicht berührt. Die Montierung "vergißt" auch nach Wochen des Stillstands nichts. Und das Bild im Fernrohr ? Ich bin kein professioneller Tester, dafür ein Praktiker, der schon durch sehr viele Optiken geschaut hat, und zielgerichtet beobachten oder messen möchte. Aber da waren einfach keine Farbränder zu sehen, und die Beugungsbilder bei großer Vergrößerung schienen einem Musterbuch mit Idealdarstellungen entnommen zu sein, intra- wie extrafokal. Saturn und Jupiter brachten erste Besucher völlig zum Verstummen, der Mond ebenfalls; und Venus, Merkur im Dämmerlicht oder bei Tageshelle aufzusuchen, pardon, per Knopfdruck einzustellen, war für mich eine neue Dimension des Astronomie-Erlebens. Ebenso die bisher nicht gekannte Auflösung der Sonne im Weißlicht mit Baader-Folie. Das Bino ermöglicht zudem, sowohl über die Sonne wie den Mond förmlich im Tiefflug zu schweben.

Mein Kundenurteil? Der Starfire 155mm/f 7,1 ist das beste und angenehmste Teleskop, das ich je benützt habe. Die Montierung 600 von Astro Physics ist für diesen Refraktor genau richtig, ihre Präzision wie gleichermaßen Stabilität verschaffen mir mehr Beobachtungszeit, weil ich nichts mehr suchen muß.
Mein Rat ? Geduldig sparen und das beste kaufen, das zu haben ist.
Refraktoren üben auf mich eine magische Anziehung aus. Daß ich sie bevorzuge, liegt aber vor allem daran, daß ich neben photometrischen Messungen und Überwachungsaufnahmen mit der CCD-Kamera so gern zwischendurch einfach in den Himmel schaue, den Mond erkunde oder den Großen Roten (zur Zeit eher weißen) Fleck suche. Die wirklich großartige Auflösung meines Lieblings und seine Lichtstärke haben mich dazu gebracht, meine Beobachtungsplanung ganz auf dieses Fernrohr auszurichten.
Der Aufstellungsort: an der Donau in der Nähe Wiens.
Beste Grüße,
P. Sterzinger im November 2002
Guten Tag Herr Baader,
Ich habe jetzt den Astro-Physics Refraktor schon seit mehr als zwei Jahren, und ich bin davon immer noch begeistert! Visuell funktionniert er sehr gut, auf Planeten und Mond sind die Bilder sehr schön, ohne Farbfehler und kontrastreich. Für den Deepsky liefert er sehr schöne Bilder von grossregionen (English : wide field), der Orion Nebel ist Atemberaubend - ich glaube eines der besten Bilder das ich in einem Amateurinstrument meines Klubs gesehen habe (immerhin vorhanden: 8 und 10" Newton oder Schmidt-Cassegrain).

Für helle Galaxien und offene Sternhaufen ist er auch erste Sahne, für kleinere oder ganz kleine objecte (NGC Galaxie im Virgo z.B.) vielleicht weniger, diese sind für mich aber weniger von Bedeutung.
Der Feathertouch Fokus Auszug ist auch sehr wertvoll. Photografisch ist der Refraktor, mit Bildfelebnungslinse oder Reducer auch optimal, F/6 ist ein guten Öffnungsverhältnis fur Deepskyfotographie. Die Bilder sind relative einfach zu gewinnen, kontrastreich une gut definiert.

Die Montierung (Astro-Physics 900 GTO) ist auch ein Traum! Sie vereinigt Transportabilität (ich wohne in einer luftverschmutzten Gegend) und gross Tragkraft, da sie sich in 3 zerteilen lässt. Sie ist ausserden leise, der Goto funktionniert gut und die Handbox ist ausgezeichnet gestaltet. Ausserden ist die Montierung Professionel gebaut und erlaubt Astrofotos zu machen, längere Belichtungszeiten sind da kein Problem.

 
Die CCD (SBIG ST-10) passt hier gut zum Refraktor, damit habe ich ein fotografisches Feld von einem Grad (1.5 mit AP Reducer), und die kleinen, hochsensiblen Pixel sind gut fir den Kurzbrennweitigem Refraktor andgepasst. Da ich öfters von meinem Garten arbeite, habe ich letztlich interferentialfilter gekauft, mit denen noch vieles zu machen ist, hauptsächlich Nebel der Milchstrasse, die meine lieblingsobjekte sind (M42, M17 z B.) und man von zu Hause versuchen kann das Beste aus seinem Material heraus holen.

Davon bin ich zwar noch entfernt, ich bin aber zurzeit mit den Resultaten sehr zufrieden, da die Optik ausgezeichnet ist, die Montierung die längeren Belichtungen ohne Problem erlaubt und die Kamera empfintlich ist. Eine Traumkombination!
Didier Keus/Belgien
Anmerkung: Herr Keus arbeitet mit schmalbandigen Interferenzfiltern im H-alpha, O-III und SI-II Bereich (siehe M27 oben). Weitere seiner Bilder finden Sie auf der Homepage von Herrn Keus unter http://users.skynet.be/dk..astro..photo/
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