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| Dann der große
Sprung: der berühmte Manfred Wachter baute mir einen 5-Zöller mit
halbapochromatischer Lichtenknecker-Optik 1:12. Die schwere Montierung hatte
bereits einen Synchronmotor, also eine richtige Nachführung. Das war vor
31 Jahren. Und bis zum Herbst 2001 habe ich damit unzählige faszinierende
Stunden erlebt. Da das Instrument eigentlich nicht mehr transportabel war,
wurde es bald in einer Klappdachhütte aufgestellt, einer bis heute
funktionierenden Konstruktion kluger Zimmerleute. Beobachtungsobjekte waren
neben den klassischen Zielen für einen Refraktor immer wieder
Veränderliche, obwohl man mir riet, dafür doch mit
größerer Öffnung, also mit einer Spiegeloptik zu arbeiten.
Parallel dazu konnte ich an der Uni-Sternwarte in Wien mit dem Großen
(27") und dem Alvan Clark-Refraktor (12") beobachten - schon wieder
Linsenfernrohre. Der Gründer des dort tätigen Amateurteams, Gerhard
Klement, meinte zu mir: "Du wirst immer wieder beim Refraktor landen..." Nun,
ich kaufte mir ein C8, weil die Steuerung meiner Refraktormontierung für
den Einsatz des mittlerweile erstandenen Photometers zu unpräzise war.
Fürs visuelle Beobachten stieg ich dennoch lieber in die Hütte zu
meinem Zweilinser. Freilich träumte ich längst von einem Refraktor mit größerer Öffnung, der zumindest in Grenzen transportierbar wäre und auch in meine Hütte passen müßte, weil ja mittlerweile "schnellere" Öffnungsverhältnisse üblich geworden waren. Wenn überhaupt, dann müßte es - das feinste auf dem Markt sein. Zeiss hatte die Produktion nach kurzer Blüte bald eingestellt, Reststücke oder gar nur Objektive waren extrem teuer. Was also wäre mit Roland Christens legendären Optiken ? Thomas Baader verwies zunächst auf die enormen Lieferzeiten, doch war dann durch einen Glücksfall ein Kauf möglich - Wartezeit: etwa 6 bis 12 Monate. Gut, ich fuhr zu ihm, und wir waren schnell einig. Die 600-er Montierung, das Bino, der FFC, das große Prisma, das Baader-Stativ etc. etc. - alles fein aufgeschrieben und jederzeit zu haben - bis auf den Refraktor. Die Zeit vom Herbst 2000 bis zum Herbst 2001 stellte meine Geduld auf eine harte Probe. Ich kaufte das Bino und lernte damit umzugehen am C8 und an meinem 4"-Fluorit- Apo (ach ja, schon wieder ein Refraktor). Dann, Anfang November 2001 der Anruf, warum ich denn meinen Starfire nicht abholen käme - es sollte 3 weitere qualvolle Wochen dauern, bis ich von Wien loskam. Schließlich trug ich ihn wie ein Baby in seinem Kasten behutsam zum Auto, die Montierung dazu und ein letztes Exemplar der wunderschönen Zeiss-Säule, die in der Baader-Werkstatt mit großer Umsicht für die Maße meiner Sternwarte gekürzt worden war - und das anläßlich des Abholens unter extremem Zeitdruck. Die Erfüllung der eigentlichen Refraktor-Liebes-Geschichte wurde zunächst durch das Wetter vereitelt. Aber dann, first light: Mond im Bino hinter Wolken, aber leidlich ruhig. Der vertraute Jupiter, schlagartig als neuer Anblick - nahezu vergleichbar mit jenem im 12"-Refraktor der Uni. Dann mehrere weniger enthusiastische Abende, an denen es galt, mit all dem Neuen umgehen zu lernen. Die Montierung mit ihren genauen GOTO-Funktionen bereitete mir zunächst einige Schwierigkeiten, doch dann gelang mir mit Hilfe des calibration mode sehr bald die präzise Aufstellung (ich hatte Glück und konnte mir das zeitraubende "Scheinern" ersparen). Heute sind die Sterne im Photometer oder im CCD-Bild wie angenagelt, und die Positionierung des Teleskops ist kein Problem, seitdem ich alle Kabel verstaut und begriffen hatte, daß man die Klemmen am besten nicht berührt. Die Montierung "vergißt" auch nach Wochen des Stillstands nichts. Und das Bild im Fernrohr ? Ich bin kein professioneller Tester, dafür ein Praktiker, der schon durch sehr viele Optiken geschaut hat, und zielgerichtet beobachten oder messen möchte. Aber da waren einfach keine Farbränder zu sehen, und die Beugungsbilder bei großer Vergrößerung schienen einem Musterbuch mit Idealdarstellungen entnommen zu sein, intra- wie extrafokal. Saturn und Jupiter brachten erste Besucher völlig zum Verstummen, der Mond ebenfalls; und Venus, Merkur im Dämmerlicht oder bei Tageshelle aufzusuchen, pardon, per Knopfdruck einzustellen, war für mich eine neue Dimension des Astronomie-Erlebens. Ebenso die bisher nicht gekannte Auflösung der Sonne im Weißlicht mit Baader-Folie. Das Bino ermöglicht zudem, sowohl über die Sonne wie den Mond förmlich im Tiefflug zu schweben. Mein Kundenurteil? Der Starfire 155mm/f 7,1 ist das beste und angenehmste Teleskop, das ich je benützt habe. Die Montierung 600 von Astro Physics ist für diesen Refraktor genau richtig, ihre Präzision wie gleichermaßen Stabilität verschaffen mir mehr Beobachtungszeit, weil ich nichts mehr suchen muß. Mein Rat ? Geduldig sparen und das beste kaufen, das zu haben ist. Refraktoren üben auf mich eine magische Anziehung aus. Daß ich sie bevorzuge, liegt aber vor allem daran, daß ich neben photometrischen Messungen und Überwachungsaufnahmen mit der CCD-Kamera so gern zwischendurch einfach in den Himmel schaue, den Mond erkunde oder den Großen Roten (zur Zeit eher weißen) Fleck suche. Die wirklich großartige Auflösung meines Lieblings und seine Lichtstärke haben mich dazu gebracht, meine Beobachtungsplanung ganz auf dieses Fernrohr auszurichten. Der Aufstellungsort: an der Donau in der Nähe Wiens. |
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| Der
Feathertouch Fokus Auszug ist auch sehr wertvoll. Photografisch ist der
Refraktor, mit Bildfelebnungslinse oder Reducer auch optimal, F/6 ist ein guten
Öffnungsverhältnis fur Deepskyfotographie. Die Bilder sind relative
einfach zu gewinnen, kontrastreich une gut definiert. Die Montierung (Astro-Physics 900 GTO) ist auch ein Traum! Sie vereinigt Transportabilität (ich wohne in einer luftverschmutzten Gegend) und gross Tragkraft, da sie sich in 3 zerteilen lässt. Sie ist ausserden leise, der Goto funktionniert gut und die Handbox ist ausgezeichnet gestaltet. Ausserden ist die Montierung Professionel gebaut und erlaubt Astrofotos zu machen, längere Belichtungszeiten sind da kein Problem. |
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