Zur Fotografie des Mondes
von Thierry Legault
mit Ergänzungen von Wolfgang Paech



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Zur moderne Planetenfotografie von Christopher Go
Hochaufgelöste Detailaufnahmen des Mondes - Basiswissen
 
Das "Geheimnis" der hochaufgelösten Detailfotografie des Mondes besteht im wesentlichen darin, dass mit einer Videokamera in kurzer Zeit eine große Anzahl (mehrere Tausend) von Einzelbildern aufgenommen werden. Eine Software analysiert später in der Bildverarbeitung die Einzelbilder nach Qualität und Bildschärfe. Es werden dann in einem weiteren Verarbeitungsschritt nur die besten Bilder (ca. 10% der Rohbilder) von der Software zu einem Summenbild aufaddiert (stacking), welches dann in einem letzten Schritt zum Endbild verarbeitet wird. Diese Aufnhametechnik nennt man übrigens auch "lucky imaging".
 
Grundvoraussetzungen für erfolgreiche hochaufgelöste Detailaufnahmen des Mondes sind
  • eine empfindliche Videokamera (vorzugsweise in Schwarz Weiß), die in möglichst hoher Bildrate (frames per second, f/s) und vielen Graustufen (12 bit Digitalisierung) Einzelbilder als Avi-file aufzeichnen kann, z.B. die neue Celestron SkyRis Kamera.
  • wesentliche größere Aufnahmebrennweiten als bei der DSLR Fotografie des gesamten Mondes
Die erreichbare Bildauflösung ist letztlich abhängig von vielen Parametern. Die wichtigsten sind dabei:
  • die Öffnung des Teleskops (je größer desto höher die Bildauflösung),
  • die optischen Qualität des Teleskops,
  • die Aufnahmebrennweite,
  • die perfektete Kollimation und Fokussierung der Aufnahmeoptik,
  • die thermischen Umgebung des Teleskopstandortes und
  • den Seeingbedingungen des Teleskopstandortes