Zur Fotografie des Mondes
von Thierry Legault
mit Ergänzungen von Wolfgang Paech



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Zur moderne Planetenfotografie von Christopher Go
Hochaufgelöste Detailaufnahmen des Mondes - Optimierung der Aufnahmebrennweite
 
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Pixelgröße (Einzelpixel, nicht Chipgröße) einer Videokamera und der Aufnahmebrennweite des Teleskops für die beste Bildauflösung.
  • eine zu kurze Aufnahmebrennweite bewirkt einen Verlust an Detailinformationen (undersampling),
  • eine zu lange Brennweite (oversampling) reduziert das abgebildete Gesichtsfeld und lässt die Belichtungszeiten zu lang werden.
Die Begriffe Over- und Undersampling werden auf dieser Website ausführlich erklärt und beschrieben.
 
Generelle Berechnung des Auflösungsvermögens eine Aufnahmekombination (Teleskop + CCD Sensor)

S = (206 x P) / FL, wobei

S = das Auflösungsvermögen in Bogensekunden,
P = Pixelgröße (in Tausendstel Millimeter) und
FL = die Teleskopbrennweite (in Millimeter) ist.

Beispiel: P = 5mü, FL = 2000mm ergibt ein Auflösungsvermögen von 0,5 Bogensekunden pro Pixel

Bestimmung der optimalen Brennweite: Sie sollte etwa die Hälfte des theoretischen Auflösungsvermögen der Teleskopoptik an Doppelsternen sein.

Beispiel: Gegeben sei ein 8" Teleskop (z.B. Celestron 8" EdgeHD), welches ein theoretisches Auflösungsvermögen von 0,65 Bogensekunden hat. Erreicht werden sollen ca. 0,3 bis 0,4 Bogensekunden. Bei einem Aufnahmesensor mit 5mü Pixel, muss also die Brennweite mit einer 2x Barlowlinse verdoppelt werden.


Eine große Anzahl an verschiedenen Barlowlinsen finden Sie hier ...
Vielfach ist eine Brennweitenverlängerung um den Faktor 2 der Primärbrennweite zu groß. Dann ist der Einsatz der Baader Q Turett Barlow empfehlenswert. Sie ist teilbar und das Linsenelement kann direkt in den 1-¼" Stutzen eingeschraubt werden. Der Verlängerungsfaktor beträgt dann nur 1.5fach.

HINWEIS: Die Optimierung der Aufnahmebrennweite gilt natürlich nur, wenn die Seeingbedingungen eine Verlängerung der Primärbrennweite zulassen. Hat man häufig schlechte Seeingbedingungen empfiehlt es sich eher die Brennweite zu reduzieren oder die Teleskopöffnung durch eine Blende zu verkleinern.